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Sister Act erzählt die Geschichte der zielstrebigen, aber nicht besonders erfolgreichen Nachtclubsängerin Deloris van Cartier. Als diese Zeugin eines Mordes wird, nimmt die Polizei Deloris in Schutzhaft und bringt sie an den einzigen Ort, der wirklich Sicherheit bieten sollte: ein Kloster! Als Nonne verkleidet findet sie schnell Fans unter ihren Mitschwestern – nur die strenge Mutter Oberin ist so gar nicht begeistert von der neuen Klosterschülerin. Aber Deloris ist niemand, der einfach nur still sitzen und warten kann.
Ihr Leben ist Musik, und ohne Gesang geht es nun mal nicht. Also hilft sie kurzerhand dem etwas verstimmten Chor des Klosters auf die Notenschlüssel und sorgt dafür, dass statt den schwachen Nonnenstimmchen ein wahrhaft göttlicher Choral ertönt. Ganz nebenbei verhilft Deloris gemeinsam mit ihren Mitschwestern der baufälligen Kirche wieder zu neuem Glanz – und riskiert dabei, ihre Undercover-Tarnung zu verraten. Die Gangster nehmen die Verfolgung auf und sind ihr schon bald dicht auf der Fährte. Läuft Deloris die Zeit ab? Oder hat die Bande die göttliche Kraft einer Schwesternschaft unterschätzt?
Alles fing 1992 vor knapp 20 Jahren an. Einige Ereignisse aus diesem Jahr hat man schon vergessen, an andere wird man noch lange denken. Hans-Dietrich Genscher tritt als Außenminister zurück. Bill Clinton wird 39. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Euro Disney in Paris öffnet seine Türen. Whitney Houston veröffentlicht mit „I Will Always Love You“ die am meisten verkaufte Single des Jahres. Und am 26. November 1992 startet eine Low-Budget-Filmkomödie namens „Sister Act“ in den deutschen Kinos.
Der Film handelte von der leicht heruntergekommenen Barsängerin Deloris van Cartier, die auf der Flucht vor ein paar Gangstern über das Zeugenschutzprogramm ausgerechnet in einem strengen katholischen Kloster mit ziemlich schief singenden Nonnen landet, das kurz vor der Pleite steht. In der Hauptrolle: eine farbige Oscar©-Gewinnerin, die vorher hauptsächlich in TV-Serien zu sehen war und kurzfristig für die eigentlich geplante Hauptdarstellerin Bette Midler einsprang. Nicht gerade der Stoff, aus dem Blockbuster gestrickt sind.
Nur ein Jahr später waren der Film und sein Star Whoopi Goldberg überall: „Sister Act“ spielte weltweit über $ 230 Millionen ein und begeisterte alleine in Deutschland 5 Millionen Kinobesucher. Sowohl der Film als auch Whoopi Goldberg wurden für einen Golden Globe nominiert. Der Film war so ein großer Erfolg, dass man nur ein Jahr später die Fortsetzung „Sister Act 2 – In göttlicher Mission“ drehte – in dem übrigens Thomas Gottschalk eine kleine Nebenrolle als „Vater Wolfgang“ hatte. Whoopi war Filmfans schon länger durch ihre früheren Rollen in „Die Farbe Lila“ oder „Ghost“ (für die sie einen Oscar © gewann) bekannt, aber es war ihre Hauptrolle in „Sister Act“, die sie zu einem weltweiten Superstar machte.
Whoopi setzte ihre Karriere fort und wird 2011 in dem Film „A littlte bit of heaven“ sogar Gott spielen. Nonnen schienen ein Teil ihrer Vergangenheit zu sein. Doch 15 Jahre später trat „Deloris“ plötzlich wieder in ihr Leben: Stage Entertainment fragte Whoopi Goldberg, ob sie als Co-Produzentin für eine Musicalversion von SISTER ACT fungieren wolle. Aus der ersten Zurückhaltung wurde schnell Begeisterung: „Ich liebe Musicals!“, erzählt die Schauspielerin. „Jeder will doch mal einfach mitten auf der Straße laut anfangen zu singen und zu tanzen. Mir geht es zumindest so – und manchmal gebe ich dem Wunsch auch nach… Und ich war wirklich angetan von der Richtung, die sie einschlugen. Anstatt einfach nur die Vergangenheit zu wiederholen, muss man nehmen, was war, und etwas völlig Neues daraus machen. Und genau das hat Stage Entertainment getan – und zwar richtig gut. SISTER ACT ist ein bisschen erwachsener und größer geworden, genau wie es sein muss, wenn man etwas von der Leinwand auf die Bühne bringt. Bei einem guten Musical hat man einfach eine tolle Zeit und ich glaube fest daran, dass dieses Musical das Zeug zu einem echten Hit und Dauerbrenner hat. Genau wie der Film – und um das zu schaffen, mussten wir frisch und neu sein!“
Die Musik zum Musical stammt von keinem geringeren als dem achtfachen Oscar©- Gewinner Alan Menken, Komponist weltbekannter Songs aus Disney Filmen wie „Verwünscht“, „Aladdin“, „Die Schöne und das Biest“ oder „Arielle, die Meerjungfrau“. Nominiert war der Ausnahme-Künstler zudem zehn Mal in den Kategorien „Beste Filmmusik“ und „Bester Song“. Außerdem gewann er sieben Golden Globes und war zusätzlich sieben Mal nominiert, unter anderem für den Soundtrack zu Der Glöckner von Notre Dame. Für die von ihm komponierten Musicals wie Der kleine Horrorladen oder Eine Weihnachtsgeschichte erhielt Alan Menken bereits zwei Tony Nominierungen und für die Musical-Version von Die Schöne und das Biest bekam er den renommierten Laurence Olivier Theatre Award für „Bestes neues Musical“.
Die Musik gab dem Film eine zusätzliche Dimension, und genau das wollte Whoopi auch für das Musical SISTER ACT: „Es musste etwas völlig anderes her als der Soundtrack, den man kannte, denn das hier ist nicht der Film. Also hat Alan Menken, dieser brillante Mensch, der hinter ein paar wundervollen neuen Musicals steckt, die komplette Musik neu geschrieben. Und die funktioniert genauso gut, wenn nicht sogar besser als im Film.“
Am 2. Juni 2009 war es soweit: Das Musical SISTER ACT feierte eine umjubelte Weltpremiere am Londoner West End im Palladium Theater. Schnell war klar, dass dieses Erfolgsmusical auch nach Deutschland musste. Und natürlich kam dort nur eine Spielstätte in Frage: das TUI Operettenhaus auf der weltbekannten Reeperbahn in Deutschlands Musical-Hauptstadt Hamburg. Im Dezember 2010 kündigte Whoopi Goldberg dort persönlich den Start der Erfolgs-Show an. Premierendatum in Hamburg: 2. Dezember 2011.
Kurz darauf begannen die Vorbereitungen in Deutschland. Die Übersetzung des Buches übernahm Ruth Deny, die schon Musicals wie Mamma Mia!, Wicked und Tarzan und Spielfilme wie „Sweeney Todd“ oder „The Producers“ übersetzte; die deutschen Songtexte stammen von Kevin Schröder und Heiko Wohlgemuth - keine einfache Aufgabe, denn die englischsprachig Vorlage stammt von Bill und Cherie Steinkellner, die u.a. die erfolgreiche TV-Serie „Cheers” verantworteten, und Glenn Slater. Kevin dazu: „Die größte Herausforderung war, so dicht wie möglich am Original zu bleiben, aber gleichzeitig eine eigene deutsche Fassung zu schreiben, in der der Wortwitz und die Wortspiele der Vorlage erhalten bleiben. Dies ist bei Liedtexten besonders schwer, weil Melodie, Rhythmus und Reimschema bereits vorgegeben sind. Da es in den 70ern keine auf Deutsch getexteten Disco-Hits gab, wollten wir eine eigene Sprache für diese Zeit finden, bei der jede Nonne und jeder Gangster bestimmte Eigenheiten hat.“
Parallel dazu wurde international die Besetzung gecastet. Das forderte die gesamte Erfahrung der Casting-Abteilung, denn bei SISTER ACT gibt es kein normales Ensemble, das im Hintergrund singt und tanzt, sondern eine Menge Nonnen von Anfang 20 bis Mitte 60, die jede ihren eigenen Charakter und Moment auf der Bühne hat. So muss „Schwester Mary Lazarus“, die Ordens-Älteste, nicht nur schauspielern, singen und tanzen, sondern auch eine kleine Rap-Einlage bringen, „Schwester Mary Robert“ sich nicht nur von der schüchternen Novizin in eine selbstbewusste junge Frau verwandeln, sondern auch über ein Stimmvolumen von drei Oktaven verfügen und „Schwester Mary Patrick“ nicht nur ein ausgesprochen komisches Talent, sondern auch Körper- und Stimmvolumen haben. Außerdem brauchte man noch ein paar richtig fiese Gangster und eine schauspielerisch hervorragende „Mutter Oberin“, denn ohne eine starken Gegenpart zu 12 Nonnen und einer Nachtclubsängerin ohne Disziplin funktioniert die Dynamik auf der Bühne nicht. Insgesamt 38 Darsteller mussten so gefunden werden.
Ein halbes Jahr später war die Suche nach den passenden Ordens-Schwestern fast abgeschlossen. Mit der preisgekrönten Bühnen- und TV-Darstellerin Daniela Ziegler war die perfekte Besetzung der „Mutter Oberin“ gefunden, und der Schauspieler, Musicaldarsteller und Synchronsprecher Tetje Mierendorf verkörpert als Ganove „Bones” den Knochenbrecher des fiesen Gangsterbosses Shank mit genau der richtigen Statur. Nur die Frage, wer die Hauptrolle der „Deloris van Cartier“ spielen sollte, war noch nicht entschieden. Im Juni 2010 traf dann Whoopi Goldberg in London höchstpersönlich die finale Entscheidung, wer in ihre Fußstapfen treten soll: Zodwa Selele, 32, steht in der Premierenbesetzung als „Deloris van Cartier“ auf der Bühne und hat sich gegen über 120 Konkurrentinnen durchgesetzt.
Während die Cast bereits probte, wurde im TUI Operettenhaus in Rekordzeit die komplette Bühne umgebaut: innerhalb von nur 4 Wochen musste das aufwändige Bühnenbild des Vorgängerstückes Ich war noch niemals in New York inklusive Kreuzfahrtschiff ausgebaut und verladen und dafür das neue Bühnenbild eingebaut werden. Mehr als 36 Meter Schienen verlaufen unter dem sogenannten Show-Deck (der sichtbaren Bühne), eine neue Drehbühne wurde eigens für diese Produktion angefertigt, über 46 Lagen an Dekorationsteilen wurden mit Hilfe von 600 Drahtseilen im Schnürboden befestigt. Insgesamt befinden sich über 100 Kulissenteile inklusive zwei je fünf Meter hohe Madonnen-Statuen auf der Bühne. Der Aufwand ist immens. Immerhin finden während der zwei Akte 28 Szenenwechsel auf der Bühne statt, und damit die reibungslos funktionieren, fahren die Kulissen und Prospekte teilweise mit einer Geschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde. Nach Abschluss des Bühnenbaus hatte die Cast unter der Regie von Carline Brouwer, die das Stück bereits in London auf die Bühne brachte, und der Choreografie von Anthony van Laast, der schon für Produktionen wie Mamma Mia! oder Bombay Dreams verantwortlich war, dann bis zur Premiere noch einen Monat Zeit für die Proben im Set.
Schon vor der Premiere konnte SISTER ACT weitere Erfolge verbuchen: als zweite Eigenproduktion der Stage Entertainment wurde das Stück nach Österreich an die Vereinigten Bühnen Wien lizenziert und wird dort im September 2011 am Ronacher Theater Premiere haben. Und auch in New York wird das Stück ab 11. April 2011 zu sehen sein - bemerkenswert, da die Hamburger Premiere erstmalig bei einer internationalen Produktion vor dem Broadway liegt und Hamburg damit seinen Ruf als Musical-Hauptstadt festigt!
Am 2. Dezember 2010 feiert SISTER ACT – Ein himmlisches Musical seine Deutschlandpremiere im TUI Operettenhaus. Ab dann ist Hamburgs „sündige Meile“, die Reeperbahn, fest in der Hand der Musical-Nonnen, die mit unglaublichem Soul und mitreißendem Groove die heiligen Hallen am Spielbudenplatz zum Beben bringen. Selbst die härtesten Ganoven Hamburgs lassen dort jetzt nicht mehr ihre Colts, sondern nur noch ihre Hüften kreisen.
Freuen Sie sich nach Erfolgsproduktionen wie CATS, MAMMA MIA! und ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK auf das Musical im TUI Operettenhaus.
Erleben Sie dieses außergewöhnliche Musical. Karten und Tickets für SISTER ACT sind telefonisch erhältlich über die Ticketline 04131/69 72-200 und auf diesen Seiten über unsere Ticketanfrage.
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